Die Geschichte des Kloster Mildenfurth

Mildenfurth

 

Ehemaliger Prämonstratenserstift, dann Schloss, jetzt ungenutzt.

 

1247

von Heinrich II., Vogt von Weida, gegründet

1200

nur Teile der Stiftkirche waren erhalten

1230

Vollendung des Baues der Kirche mit den Westtürmen

1526

Einführung der Reformation

1543

Aufhebung des Stifts

1544

Verkauf der Stiftgüter an den Coburger Hauptmann Matthes von Wallenrod, der 1556 mit dem Umbau der Kirche zum Schloss begann.

1617-1988

kurfürstlich-sächsisches Kammergut

seit 1989

archäologische Untersuchungen und Sicherungsarbeiten

 

Die Stiftskirche ursprünglich eine dreischiffige, kreuzförmige, im gebundenen System gewölbte Pfeilerbasilika mit westlichen Turmpaar. An den Querhausarmen ehem. Nebenchöre von Seitenschiffsbreite, die durch Bögen zum längsrechteckigem Hauptchor geöffnet waren.

Seitlich der Nebenchöre eingestellte Apsiden. Das Mittelschiff in drei quadratische Joche mit paarweise angeordneten Obergadenfenstern gegliedert.

Die ursprüngliche Gestalt der Westtürme nicht rekonstruierbar. Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Werksteingliedern.

Im Zuge des Umbaus - Abbruch der Türme bis auf das unterste Geschoss, Beseitigung der beiden Langhausjoche, der Seitenschiffe, des nördlichen Nebenchores, der ausgestellten Absiden und der Gewölbe bis auf das im südlichen Nebenchor.

Die Bauplastik teilweise abgeschlagen. Chor, Quer- und Langhaus durch eigenwillige Schmuckformen und bedachtsame Verwendung des Spitzbogens ausgezeichnet.