Die Kirche „St. Marien“ - Stadtkirche Weida

St. Marien (Stadtkirche Weida)

 

Ursprünglich hatte die Stadt zwei Stadtpfarrkirchen, entsprechend den beiden mit eigenen Rechten ausgestatteten Stadthälften Altstadt und Neustadt. Die Kirche der Altstadt war die auf der Höhe liegende Kirche St. Marien - genannt "Widenkirche", von der heute noch der Turm und die Ruine des imposanten Kirchenschiffes stehen.

Die Kirche der Neustadt trug den Namen des Apostels Petrus und wird heute "Peterskirche" genannt. Sie steht in der Nähe des heutigen Marktes. Auch von ihr sind nur noch Reste und der Turm erhalten. Die fünf Glocken unserer Kirchgemeinde rufen bis heute von den beiden Türmen dieser Kirchenruinen - 2 Glocken von der Widenkirche und 3 vom Turm der Peterskirche.

Daneben beherbergte die Stadt zwei Klöster: Ein Franziskanerkloster und ein Kloster der Dominikanerinnen. Mit der Einführung der Reformation und der Vereinigung der beiden Stadthälften zu einem Kirchspiel wurde eine Kirche in den Rang der Stadtpfarrkirche erhoben, die ursprünglich nicht für diesen Zweck gebaut war: die Klosterkirche der Franziskaner, nahe an der Weida gelegen, in der Mitte zwischen Alt- und Neustadt.

Die Franziskanermönche und ihre Kapelle in Weida werden erstmalig 1267 urkundlich erwähnt. 1350 beginnen sie damit, die kleine Kapelle „Unserer Lieben Frauen“ zu einer Klosterkirche umzubauen. Die Franziskaner bauten ihre Kirche ohne Turm. Allerdings lässt ein alter Stich vermuten, dass es einmal ein Türmchen als Dachreiter gab.

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